Den gesamten Auftrag betrachten
Eine Creme und eine Lotion durchlaufen Einwiegen, Herstellung und Abfüllung. Sie teilen sich einen Produktionsbehälter und eine Abfülllinie, benötigen aber unterschiedliche Verpackungsformate. Dazwischen ist ein Formatwechsel nötig, der die Linie belegt.
Ein Auftrag, verbundene Prozessschritte
- Einwiegen
- Herstellung
- Abfüllung
Damit hängen die Entscheidungen über alle Prozessschritte zusammen. Eine frühere Herstellung hilft dem Liefertermin nur, wenn die Abfüllung folgen kann. Kapazitätsplanung muss den Ablauf jedes Auftrags mit den Anlagen und Personen verbinden, die auch andere Aufträge benötigen.
Welche Charge sollte als Nächstes kommen?
Beim aktuellen Abfüllformat zu bleiben vermeidet zunächst einen Wechsel. Was aber, wenn das andere Produkt dringender geliefert werden muss? Gesparte Anlagenzeit kann trotzdem bedeuten, dass der falsche Auftrag wartet.
Kapazität sparen oder einen dringenden Liefertermin schützen
Im aktuellen Format bleiben
Jetzt einen Formatwechsel sparen
Zum dringenden Produkt wechseln
Anlagenzeit für den Liefertermin einsetzen
PLEXecute berücksichtigt Lieferdruck und eingestellte Auftragsprioritäten bei der Auswahl des nächsten Vorgangs. Die Standardregel bezieht die noch nötige Arbeit entlang der verbleibenden Prozesskette ein. Beim Vergleich gefundener Belegungsmöglichkeiten hat in der hier beschriebenen Standardplanung die Vermeidung von Verspätungen Vorrang, gefolgt vom Lieferpuffer. Danach zählen Ressourcenzeit und Rüstaufwand. Welche Optionen geprüft werden, hängt von den hinterlegten Regeln und Planungseinstellungen ab.
Prüfen, ob die Entscheidung umsetzbar ist
Eine dringende Charge passt nicht automatisch in die nächste Lücke. Vorgänger müssen abgeschlossen sein, geeignete Anlagen müssen bereitstehen und qualifizierte Personen müssen gleichzeitig verfügbar sein.
Bei der Abfüllung prüft PLEXecute auch die Kapazität für den Formatwechsel. Wird eine Charge zwischen vorhandenen Belegungen eingefügt, kann davor und danach ein Wechsel nötig sein. Ein Zeitfenster, das nur für die Abfüllung reicht, ist dann nicht nutzbar.
Was eine Verzögerung im Plan verändert
Die Chargen können auf unterschiedlichen Anlagen parallel vorankommen, aber nicht gleichzeitig dieselbe Linie nutzen. Folgen Sie den Farben der Chargen im Plan: Die Lotion ist bereits hergestellt, während die Creme noch abgefüllt wird. Danach wartet sie auf die Linie und deren Formatwechsel.
Eine verspätete Linie verändert den restlichen Plan
Vergleichen Sie den Ausgangsplan oben mit der Neuplanung darunter. Folgen Sie Creme und Lotion durch dieselben Schritte. Gestrichelte Balken zeigen das Warten auf die Abfüllung; Violett markiert den Formatwechsel.
- Creme
- Lotion
- Formatwechsel
- Linie nicht verfügbar
Geplante Reihenfolge
Einwiegen
- Creme08:00–08:30
- Lotion08:30–09:00
Herstellung
- Creme08:30–10:30
- Lotion10:30–12:00
Abfüllung
- Creme10:30–12:30
- Formatwechsel12:30–13:15
- Lotion13:15–14:45
Fertig hergestellt, wartet auf Abfüllung
- Lotion · 12:00–13:15
Einwiegen
Herstellung
Abfüllung
Fertig hergestellt, wartet auf Abfüllung
- Lotion12:00–13:15Warten
Formatwechsel · 50 → 100 ml · 12:30–13:15
Die Lotion ist um 12:00 Uhr hergestellt. Sie wartet auf die Creme und den Formatwechsel; die Abfüllung läuft von 13:15 bis 14:45 Uhr.
Abfülllinie später verfügbar
Einwiegen
- Creme08:00–08:30
- Lotion08:30–09:00
Herstellung
- Creme08:30–10:30
- Lotion10:30–12:00
Abfüllung
- Linie nicht verfügbar08:00–11:30
- Creme11:30–13:30
- Formatwechsel13:30–14:15
- Lotion14:15–15:45
Fertig hergestellt, wartet auf Abfüllung
- Creme · 10:30–11:30
- Lotion · 12:00–14:15
Einwiegen
Herstellung
Abfüllung
Fertig hergestellt, wartet auf Abfüllung
- Creme10:30–11:30Warten
- Lotion12:00–14:15Warten
Formatwechsel · 50 → 100 ml · 13:30–14:15
Die Linie ist bis 11:30 Uhr nicht verfügbar. Die Herstellung bleibt unverändert; Abfüllung und Formatwechsel verschieben sich um eine Stunde. Die Lotion wird nun um 15:45 Uhr fertig.
Wird die Abfülllinie später frei, können Einwiegen und Herstellung ihre Plätze behalten. Die Abfüllreihenfolge und der notwendige Formatwechsel verschieben sich gemeinsam. Bis zur Lieferung bleibt weniger Spielraum. PLEXecute reserviert jede ausgewählte Belegung und aktualisiert verbundene Zeiten. Die nächsten Entscheidungen berücksichtigen so die verbleibende Kapazität.
Warum die ganze Fabrik automatisierte Planung braucht
Derselbe Zielkonflikt entsteht überall dort, wo Aufträge Anlagen oder Personal teilen. Eine andere Reihenfolge verändert den Rüstbedarf. Ein verschobener Vorgang verändert die Verfügbarkeit an anderer Stelle. Ein dringender Auftrag verändert den akzeptablen Kompromiss.
In einer Fabrik müssen diese Prüfungen für viele miteinander verbundene Vorgänge und nach jeder relevanten Änderung erneut erfolgen. Manuell lässt sich eine einzelne Lücke noch finden. Schwieriger ist es, dabei die Folgen für alle anderen Aufträge verlässlich im Blick zu behalten.
Aus verbundenen Entscheidungen wird ein umsetzbarer Plan
Ihr Team hinterlegt Prozessabläufe, Zeiten, Ressourcen, Prioritäten und feste Vorgaben. Diese Daten bestimmen, welche Möglichkeiten die Planung überhaupt berücksichtigen kann.
PLEXecute verbindet daraus Auftragsreihenfolge, Ressourcenzuordnung, Vorgangszeiten und notwendige Formatwechsel. Nicht eingeplante Arbeit bleibt sichtbar; ein berechneter Plan ist damit eine konkrete Entscheidungsgrundlage und keine pauschale Liefergarantie.
Prüfen Sie anschließend die offenen Arbeitsschritte und den verbleibenden Spielraum bis zur Lieferung. So können Sie gezielt entscheiden, ob Sie eine Reihenfolge ändern, verfügbare Kapazität anpassen oder eine Lieferzusage neu bewerten müssen.
Die Entscheidungen Ihrer Fabrik verbinden
Entdecken Sie, wie PLEXecute verbundene Vorgänge, gemeinsam genutzte Ressourcen und Formatwechsel plant. Besprechen Sie mit uns die Bedingungen und Lieferprioritäten Ihrer Produktion.